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Wo gibt es in Deutschland die meisten Bars und Discotheken pro Einwohner? In welcher Stadt kannst du am meisten Party machen? In Berlin, München oder Frankfurt? Nein. Das Ergebnis einer neuen Nightlife-Studie ist erstaunlich.

Wie gut kann man wo fortgehen?

Ein vielseitiges, lebendiges und tolerantes Nachtleben beeinflusst die Anziehungskraft einer Stadt. Da, wo man gut Fortgehen und Feiern gehen kann, fühlt man sich wohl. Gerade für junge Menschen und Touristen hat dieser Party-Faktor einen hohen Stellenwert. Somit ist es für Städteplaner wichtig zu wissen, wie attraktiv das Nachtleben in Deutschland ist.

Wie viel geht in Berlin, München, Frankfurt oder Karlsruhe ab? Kann man in Hamburg, Bochum oder Düsseldorf besser feiern gehen als beispielsweise in Stuttgart oder Leipzig? Diese Fragen untersucht das Projekt „stadtnachacht – Management der Urbanen Nachtökonomie“ unter der Führung der HafenCity Universität Hamburg.

Hierfür wertet man mittels unterschiedlicher Daten die Anzahl der Betriebe aus, die zu den Kategorien Bars, Discotheken, Vergnügungslokale, Schankwirtschaften und „Sonstige Getränke-geprägte Gastronomie“ gehören. Die ersten Ergebnisse zeigen große Unterschiede im Nightlife und decken ungeahnte Zahlen auf.

Locations zum Feiern: Wie viele Möglichkeiten gibt es in den deutschen Städten?

Laut der Auswertung hat Bochum die meisten Nachtleben-Betriebe pro Kopf zu bieten, nämlich 0,99 pro 1.000 Einwohner. Damit ist die Stadt im Ruhrpott der Spitzenreiter, kurz dahinter folgt Köln (0,91 Nachtleben-Locations pro 1.000 Einwohner).

Am unteren Ende der „stadtnachacht“-Auswertung findet man Stuttgart und Dresden, die beide nur den Wert 0,27 erreichten. Dazwischen tummeln sich alle anderen ausgewerteten deutschen Städte. Zum Beispiel Hannover und Hamburg, die sich im Mittelfeld der Party-Möglichkeiten befinden.

Was viele sicherlich nicht gedacht hätten: Berlin liegt mit zirka 0,4 Betrieben pro 1.000 Einwohnern nahezu gleichauf mit Karlsruhe und Mannheim. Und München, das auch gerne mit attraktivem Nachtleben gleichgesetzt wird, kommt nur auf einen Wert von 0,35.

Die grafische Auswertung der Nachtleben-Studie siehst du hier:

nachtleben-locations in deutschen staedten via stadtnachacht

Große Stadt = mehr Party!?

Wie die Statistik von „stadtnachacht“ zudem zeigt, gibt es starke regionale Unterschiede: Während im Westen die größte Dichte an Locations zum Feiern vorzufinden ist, sind im Osten und Süden Discos, Bars und Dergleichen deutlich weniger vertreten.

Die allgemeine Faustformel „Große Stadt = mehr Party“ gilt somit nicht. Wie viele aufs Nightlife spezialisierte Betriebe es in einer Stadt gibt, hängt laut den Erkenntnissen von „stadtnachacht“ nicht von der Anzahl der Einwohner, sondern eher mit der lokalen Nachtleben-Kultur zusammen.

Bilder: Olaf Schneider  / pixelio.de, stadtnachacht.de

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